Zen ist weniger ein Thema, über das wir etwas lernen, sondern eine Kultur, in die wir eintreten. Kulturen wirken tief: Sie prägen unsere Wahrnehmung, unsere Sichtweisen und unsere Reaktionen – oft lange bevor wir uns ihrer bewusst sind.
Die Zen-Praxis setzt genau hier an. Sie berührt die vorbewussten Schichten unseres Erlebens und eröffnet neue Möglichkeiten, Realität zu erfahren. Man könnte sagen: Zen ist eine Kultur des Erwachens. Nicht im Sinne eines Versprechens – „du wirst erwachen“ –, sondern als eine Ausrichtung. Wie ein innerer Kompass, ein Polarstern, an dem wir uns orientieren. Zen zu praktizieren bedeutet, gemeinsam in diese Möglichkeit einzutreten.
Rundum Zen ist der Versuch, diese Kultur aus dem klösterlichen Kontext heraus in den Alltag zu übersetzen – zu dir nach Hause, in dein Leben, in deine Beziehungen und dein Handeln.